Der Erfolg des Projektes "Erzählcafé" von der Jüdischen Gemeinde zeigt, dass kultureller Austausch zwischen Neuchemnitzern und den Einheimischen für beide Seiten reizvoll ist und einer Vertiefung bedarf. Themen wie Arbeitslosigkeit, Integration, religiöse und kulturelle Eigenheiten der beiden Gruppen, Politik und Geschichte stehen im Mittelpunkt des Interesses. Nur ein anhaltender Dialog zwischen den Kulturen kann zu einem wirklichen Miteinander führen.

Dem Projekt "Miteinander statt Nebeneinander" kommt demzufolge eine wichtige Bedeutung zu, weil es zur kulturellen und religiösen Vielfalt im Sozialraum beiträgt. Es fördert Demokratie und Toleranz bei den Teilnehmern sowie bei den beteiligten Organisationen und kann durch direkte Begegnung mit der Kultur des Anderen auch der Prävention extremistischer und ausländerfeindllicher Tendenzen dienen.

Ziele des Projekes sind:

  • Abbau von Vorurteilen
  • Kennenlernen kultureller Wurzeln und Gewohnheiten des jeweils Anderen
  • Entdeckung von Gemeinsamkeiten
  • Verbesserung der sozialen Kompetenz der Teilnehmer, was wiederum der Arbeitssuche dienlich sein kann

Die Jüdische Gemeinde hat sich als Begegnungsstätte zwischen Einheimischen und Migranten sowie zwischen Menschen mit jüdischer und nichtjüdischer Religionszugehörigkeit etabliert.
Sie ist ein Ort, wo gegenseitige Vorurteile, Berührungsängste und Hemmungen abgebaut werden und ein gutes interessiertes Miteinander statt eines gleichgültigen bis ablehnenden Nebeneinanders entsteht.
Durch Aufgreifen von Themen des Miteinanders im aktuellen Kontext wird ein Beitrag zum sozialen Frieden geleistet und das Bewusstsein für Demokratie und Toleranz geschärft.

In Diskussionen und Veranstaltungen, welche themenorientiert ausgerichtet sind, werden gesellschaftliche und politische Problemlagen behandelt. Außerdem werden im Rahmen des Projektes Führungen durch die Jüdische Gemeinde für Schulklassen stattfinden.

Bei der Veranstaltungsorganistation werden bewusst langzeitarbeitslose und benachteiligte Menschen aus dem Stadtgebiet einbezogen, wodurch sie durch ihre aktive Mitwirkung gesellschaftliche Teilhabe erfahren.